Die Wandageschichte

Ich erzählte die traurige Geschichte von Candy. Eine Bekannte, die ein kleines privates Tierheim unterhält, bot uns für Candy ein neues Kaninchen an. Da ich mich entschlossen hatte, kein Tier mehr zu kaufen, sondern eins der sogenannten " Wegwerftiere" aufzunehmen, war ich sofort einverstanden.
Mitte September 1997 holte ich die ca. 1 ½ jährige Kaninchendame Wanda ab. Sie gehörte zu der Rasse der Widderkaninchen. Das Rassemerkmal dieser Kaninchen sind lange Hängeohren.



Das kleine Weibchen saß in meinem Auto, zitterte am ganzen Körper und pieselte vor Angst. Der Stress für das arme Tier war zu groß. Wanda, brauchte viel mehr Zeit als ihre Vorgänger, um sich an ihre neue Umgebung zu gewöhnen. Wir gaben uns alle erdenkliche Mühe, aber es wollte nicht so richtig gelingen. So wurde sie insbesondere nicht richtig stubenrein und lies ihre Köttel fallen, wo immer sie auch war. Wanda war trotzdem eine nette sanfte Kaninchendame, aber merklich angeschlagen. Im März 1998 aber kam der Umschwung. Es klingelte und eine Nachbarin stellte uns einen kleinen ca. einjährigen Widder Namens Felix vor. Felix war so hübsch, dass er das Herz meines Freundes in Sturm eroberte. Es wurde kurz diskutiert; tausend Fragen gingen mir durch den Kopf: Schaffe ich die zusätzliche Arbeit? Verstehen sich die beiden? Wie steht es mit der Bereitschaft meiner Freundin, zwei Tiere zu pflegen, wenn wir verreist sind? Während dessen saß Felix auf dem Arm meines Freundes und zerkaute mit treuen Augen seine Lederjacke. Da war ich schnell überstimmt und Felix durfte kommen. Einen Tag später zog er ein.

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